Natasha Akhmerova Gallery
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Svetlana Mazoulevskaja und Irina Polin
Jugend in der Sowjetunion – Leben in der Schweiz
Gespräch über den Einfluss einer glücklichen Jugend in der Sowjetunion auf das Werk der beiden Künstlerinnen – Vernissage
Wenn ich meine russischen Bekannten auf Ihre Kindheit und Jugendzeit in der Sowjetunion anspreche, geht ein Strahlen über ihre Gesichter. Meine Neugier war schon lange geweckt, was machte diese Zeit so besonders? Neben der eigentlichen Schule wurde viel für Kinder organisiert. In vielen Gesprächen und insbesondere im Werk der beiden Künstlerinnen, begann ich zu verstehen. Beide sind in Russland aufgewachsen und leben seit Jahren in der Schweiz. Beide befassen sich in ihrer Kunst intensiv mit ihrer Jugendzeit, setzen ihre Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse jedoch auf sehr unterschiedliche Weise um.
Svetlana Mazoulevskaja, geb. 1972 in Saratov, setzt sich in ihren malerischen, meist gegenständlichen Arbeiten u. a. mit dem menschlichen Unterbewusstsein auseinander, spürt verloren geglaubten Erinnerungen nach und fördert Verdrängtes zutage. Sie be- schäftigt sich mit Fragen nach Ursprung und Heimat und meint, erst in Distanz zur Heimat und durch das Eintreten in ein neues kulturelles Umfeld werden die kollektiven Erfahrungen spürbar, die vorher im Unterbewussten schlummerten. Die Künstlerin bespielt ihre Installationen mit Symbolen, deren tiefere Bedeutung in der Wahlheimat Schweiz nicht ohne Weiteres verstanden werden. Svetlana Mazoulevskaja kam1995
in die Schweiz, wo sie ihre Ausbildung fortsetzte. Heute lebt und arbeitet sie in Zürich.
Irina Polin, geb. 1971 in Moskau, konstruiert Objekte und Installationen. die sie fotografisch umsetzt. Sie kreiert poetische Fantasie-Welten insbesondere auch mit Erinnerungsstücken aus ihrer Kindheit und Jugendzeit. Ihre arrangierten Fotografien verbinden Elemente von Malerei und Skulptur. Sie sammelt Gegenstände, die zumeist kaum beachtet werden oder sonst verloren gehen könnten, setzt sie auf ungewöhnli- che, fantasievolle Art zusammen und schafft so eine faszinierende, z. T. irritierende, nostalgische Atmosphäre. Irina Polins Bilder sind oft virtuelle Reisen in ihre sowjeti- sche familiäre Jugendzeit und lassen den Betrachter in Traumwelten eintauchen.
Die Künstlerin kam 1993 in die Schweiz, wo sie ebenfalls ihre Ausbildung fortsetzte. Heute lebt und arbeitet sie in Bern.
Ausstellung offen: 23.+ 24. Juni von 14–18 Uhr. Die Künstlerinnen sind anwesend. akka@kulturatelier.com; Tel. 044 253 1865, Fax 044 253 1866; www.kulturatelier.com

22 June 2012